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Scheer, Maximilian Ein unruhiges Leben/Autobiographie
[ArtNr: 1737]
10.00 €

Maximilian Scheer: Ein unruhiges Leben. Erlebnisse auf vier Kontinenten. Autobiographie. Berlin, Verlag der Nation 1975.

Erste und einzige Ausgabe.

8° (21 x 12 cm). 444 (1) Seiten, 24 Tafeln mit teilweise ganzseitigen fotografischen Abbildungen. Original Leinenband mit fotografisch illustriertem Original-Schutzumschlag.

Sehr gutes Exemplar. Schutzumschlag mit leichten Alterungsspuren.

Maximilian Scheer (1896-1978) gehört zu den Künstlern, die aufgrund ihrer Biographie heute leider zu Unrecht vergessen sind. Erst durch die Nazis in den Untergrund gezwungen, dann wegen seiner DDR-Karriere im Westen nicht weiter rezipiert, sind seine Verdienste als Exilschriftsteller und antifaschistischer Aufklärer heute in Vergessenheit geraten.
Scheer wurde als Walter Schlieper in Hahn bei Engelskirchen (Rheinland) geboren und ging in Wallefeld bei Ründeroth (Rheinland) zur Schule. Der Sohn einer kinderreichen Familie kam aus einfachen Verhältnissen, fiel jedoch schon früh durch seine außergewöhnliche Begabung auf. Nach der Volksschule arbeitete er als Büroangestellter für verschiedene Firmen (u.a. im Stahlwerk Eduard Dörrenberg, Ründeroth) und wurde Ende der 20er Jahre zum Leiter eines sowjetischen Exportunternehmens in Deutschland. Außerdem besuchte er Vorlesungen an der Universität Köln und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der linken Theatergruppe „Oktobergruppe“. Im März 1933 emigrierte er als Verfolgter der Nationalsozialisten nach Paris und engagierte sich im antifaschistischen Widerstand. Um seine Familie zu schützen, änderte er 1933 seinen Namen in Maximilian Scheer. Er hatte maßgeblichen Anteil an der wichtigen, 1936 anonym in Paris erschienenen Dokumentation "Das deutsche Volk klagt an", die bereits einen Plan der deutschen Konzentrationslager sowie die erste veröffentlichte Lagerordnung enthielt (Deutsches Exilarchiv 1045). 1940 floh er in die USA und lebte nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1947 in der DDR. Dort wurde er Chefredakteur der Zeitschrift "Ost und West" und leitete bis 1952 die Hauptabteilung „Künstlerisches Wort“ des Berliner Rundfunks und des Deutschlandsenders. Ab 1952 arbeitete er als freier Journalist und Schriftsteller. Er bereiste zahlreiche Länder (Ostafrika, Kuba, Irak), über die er Reportagen schrieb, war Mitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft und des ostdeutschen PEN-Zentrums. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

[Deutsche Literatur, Exil, Exilliteratur, Nationalsozialismus, Faschismus, Antifaschismus, Widerstand, Kommunismus, Sozialismus, Sozialistika, DDR, deutsche Geschichte, Regionalgeschichte, Engelskirchen, Ründeroth, Wallefeld, Oberbergisches Land, Oberbergischer Kreis, Oberberg, Rheinland]

Dieses Produkt haben wir am Monday 07 November, 2011 in unseren Katalog aufgenommen.

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